Planspiel und Simulation

Wir müssen es lernen, in Systemen zu denken. (...) Wo soll man dies lernen? In der ‘wahren’ Realität geht es nicht. Die Fehler, die wir dort machen, werden viel zu spät sichtbar, als dass wir sie zur Reorganisation unseres Verhaltens nutzen könnten. Die Nebenwirkungen unserer Handlungen in der ‘wahren’ Realität sehen wir vielleicht überhaupt nie. Und die Zeit in der ‘wahren’ Realität vergeht so langsam, dass wir es schwer haben, die Charakteristika der Abläufe zu erfassen (...). Daher mein Plädoyer für das Simulationsspiel! Die Zeit in einem simulierten System läuft schnell. Ein simuliertes System ist ein Zeitraffer. Die Konfrontation mit einem solchen Zeitraffersystem macht triviale Fehler, die wir im Umgang mit Systemen machen, sichtbar. Ein Simulationssystem führt uns die Neben- und Fernwirkungen von Planungen und Entscheidungen vor Augen. Und so gewinnen wir Sensibilität für die Realität. (Dörner)


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