Mentoring
Mentoring als Führungsstil – Kernverständnis
Führungskräfte
schaffen Rahmenbedingungen
und begleiten Mitarbeiter
bei der Optimierung ihrer Leistung
und ihrer kontinuierlichen Entwicklung
zu kompetenten Partnern im Unternehmen.
Die Führungskräfte unterstützen die persönliche, fachliche und soziale Entwicklung ihrer Mitarbeiter und führen diese zur Übernahme von Verantwortung für die eigene Entwicklung.
Hauptprinzipien sind dabei gegenseitiges Feedback, Delegation von Aufgaben und offene Diskussion von gemeinsamen Problemlösungen.
Der Mentor
Der Rollenwechsel vom “Vorgesetzten” zum “Mentor” fällt dem leicht, der
- keine geheimen Aktien im Spiel hat, d.h. nicht versucht, seine Mitarbeiter zu manipulieren;
- kritisches Denken gezielt fördert – auch in Bezug auf seine eigene Rolle und sein Führungsverhalten;
- von seinen Mitarbeitern als kompetenter Partner akzeptiert wird – jemand, von dem man etwas lernen kann –
- und der vor allem den schwierigen Schritt geschafft hat:
nicht nur an Wachstum und Profilierung dereigenen Person, sondern an Wachstum und Profilierung anderer Freude haben zu können.
Warum Mentoring? Gewinn des Unternehmens
Im Wettbewerb entscheidet die Fähigkeit, schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen und anspruchsvolle Ziele zu verwirklichen.
Das funktioniert, wenn
- durch offene Kommunikation ein sicherer Informationsfluss gewährleistet ist;
- Mitarbeiter bereit sind, Veränderungen und Entscheidungen mitzutragen;
- alle Führungskräfte und Mitarbeiter ständig dazulernen und neue Herausforderungen annehmen.
Warum Mentoring? Gewinn der Mitarbeiter
Warum Mentoring?
Gewinn der Führungskraft
- Die Mitarbeiter werden durch ihre Leistungen und Erfolge motiviert.
- Partnerschaft macht Feedback von Mitarbeiter zu Führungskraft möglich und öffnet so eigene Lernchancen.
- An der Entscheidung beteiligte Mitarbeiter fühlen sich stärker verpflichtet, auch bei der Umsetzung mitzuwirken.
- Eigene Energien können gezielter eingesetzt und eigene Ergebnisse verbessert werden.
- Ein starkes Team bringt starke Ergebnisse durch höhere Qualität, Kontinuität und Flexibilität.
- Es entsteht ein Netzwerk positiver Beziehungen.
Führungseffizienz durch Abbau von Status und Macht
Effiziente Führungskräfte verhalten sich so, dass sie fast wie normale Gruppenmitglieder erscheinen; gleichzeitig bringen sie alle Gruppenmitglieder dazu, sich so frei wie die Führungskraft zu fühlen, damit sie ihren Beitrag leisten und die erforderlichen Funktionen in der Gruppe übernehmen können.
Aktives Zuhören

Passives Zuhören
Aktives Zuhören
Verzicht auf Kommunikationsblockaden, wie z.B.
- befehlen, anordnen, auffordern,
- warnen, mahnen, drohen,
- moralisieren, predigen, beschwören,
- eigene Vorschläge machen, Lösungen liefern,
- durch Logik überzeugen, Vorträge halten, Gründe anführen,
- urteilen, kritisieren, widersprechen, Vorwürfe machen.
Mentoring
Durch aktives Zuhören
- muss der Ratsuchende sein Problem konkret formulieren,
- kann der Ratsuchende somit lernen, seine Probleme selbst zu lösen,
- bleiben Selbstvertrauen und Motivation des Ratsuchenden erhalten,
- kommt es zu einer Lösung, die wirklich zum Problem passt,
- entsteht Vertrauen durch Verständnis und Ernstnehmen,
- werden nicht übereilt Probleme und Aufgaben anderer zu eigenen gemacht,
- entstehen Lösungen, die ohne weiteres “Antreiben” umgesetzt werden.
Mitarbeiter-Bedürfnisse
Mitarbeiter sind für ihre Aufgaben motiviert, wenn sie darin auch eigene Bedürfnisse befriedigt sehen. Sie identifizieren sich mit den Zielen ihrer Arbeitsstelle, wenn sich diese mit den eigenen Zielen überschneiden oder sogar deckungsgleich sind.
Konflikten vorbeugen
- Nutzen Sie die Technik des aktiven Zuhörens!
So stellen Sie sicher, dass Sie Probleme Ihrer Mitarbeiter und Kollegen richtig verstehen. Schwierigkeiten können beseitigt werden, bevor sie zum Konfliktfall werden.
- Sprechen Sie Probleme an!
So können Sie gemeinsam Lösungen finden, bevor es zu einem Konflikt kommt.
- Nutzen Sie dabei Ich-Botschaften!
So drängen Sie Ihre Gesprächspartner nicht in Verteidigungs-, Trotz- oder Rückzugspositionen. Eine gemeinsame Lösung ohne Konflikt wird möglich.
Konflikte erkennen
- Bestärken Sie Mitarbeiter in der Äußerung von Gefühlen!
- Nutzen Sie “Türöffner”, um die Äußerung von Konflikten zu erleichtern!
- Entscheidung für das Risiko auch nach außen vertreten
Rahmenbedingungen gestalten
Organisation formen
- Belohnung und Bestrafung anpassen (Bewahrer aktuellen / Behinderer neuen Verhaltens)
- soziale Akzeptanz gewünschten Verhaltens steigern
- auf eine Abteilungskultur hinarbeiten, die Lernprozesse und Coaching unterstützt
- Gruppenprozesse und -zwänge beachten
Zusammenfassung
- Vertrauen aufbauen
- Ziele und Erwartungen klar kommunizieren
- aktives Zuhören praktizieren
- Entwicklung fördern
- Eigenverantwortung herausfordern
- Risikobereitschaft und Verantwortung zeigen
- sich selbst hinterfragen und entwickeln