Organisationsentwicklung

Teamentwicklung – Fallbeispiel aus der Praxis

1. Ausgangssituation und Zielsetzung

Das UNTERNEHMEN X befindet sich in einer Restrukturierungs- und Konsolidierungsphase, die im nächsten Jahr den betriebswirtschaftlichen Turnaround ermöglichen soll. Nach Personalabbau und Konzentration auf die Kernaufgaben soll die Umsetzung der neuen Marktstrategie mit einer Organisationsentwicklungsmaßnahme begleitet und durch geeignete Trainings in alle z. T. dezentralen Teams transportiert werden. Dabei steht neben einer parallelen Kommunikation der neuen Strategie und der dafür bereitgestellten Instrumente vor allem die aktive Entwicklungsbegleitung der Führungskräfte in ihrer Teamleiterfunktion im Vordergrund.

2. Informationen zum Vorgehen

2.1 Kommunikation der Firmenstrategie

Wir schlagen vor, das Projekt mit einem ein- bis zweitägigen Workshop mit allen neun Führungskräften zu beginnen. Hier wird die zukünftige Teamarbeitskultur konkret beschrieben und das daraus resultierende Umsetzungsprojekt vereinbart. Folgende Themenstellungen sollten aus unserer Sicht und aktuellen Informationslage mindestens behandelt werden:

  • Formulierung eines Leitbildes/Vision für das „neue“ UNTERNEHMEN X
  • Grundlegende Entscheidungen über die Ausgestaltung von Teamarbeit; Festlegung von (dezentralen) Kompetenzen
  • Entwicklung/Auswahl/Beschluss über geeignete Führungsinstrumente (z. B. Zielvereinbarungen, Vergütungssystem, Mitarbeitergespräch…)
  • Vereinbarung über den weiteren Prozess und über die Projektsteuerung
  • Entscheidung über die Einbindung der Personalabteilung/Arbeitnehmervertretung/ Anteilseigner in den Prozess

    Ort: Externes Tagungshotel

    In einem Vorgespräch mit der Geschäftsführung stimmen wir die konkrete Ausgestaltung und Länge des Workshops ab. Dabei werden wir insbesondere die bereits erfolgten Vorarbeiten des UNTERNEHMENs X gemeinsam mit Ihnen bewerten und ggf. weitere Arbeitsaufträge gemeinschaftlich formulieren, damit der Workshop ein sehr konkretes Ergebnis erzielt.

    2.2 Bestandsaufnahme mit TeamPuls®

    Noch auf dem Workshop wird mit Hilfe des fragebogengestützten Diagnostikums TeamPuls® der tatsächliche Unterstützungsbedarf im Führungskräfteteam festgestellt. Hierbei werden folgende für den Teamerfolg relevante Aspekte wissenschaftlich fundiert hinterfragt und ausgewertet:

  • Ziel- und Leistungsorientierung
  • Kommunikation im Team
  • Teamorganisation
  • Engagement und Verantwortung
  • Teamführung
  • Organisatorische Einbettung

    Die Fragebögen werden unter Begleitung eines DSP-Beraters, der das Team instruiert, für die Anonymität sorgt und eventuell auftretende Fragen beantwortet, bearbeitet.

    Frühestens ein bis zwei Wochen später werden zuerst in einem ca. vierstündigen Termin mit der Geschäftsleitung das Ergebnis ausgewertet, der Handlungsbedarf besprochen, erste Problemlösungen realisiert und der weitere Lösungsprozess von den DSP Beratern erläutert.
    Auf diese Art ist sowohl die Geschäftsleitung in ihrer strategischen Gesamtverantwortung eingebunden als auch sichergestellt, dass die Beraterunterstützung, wo immer möglich, als Hilfe zur Selbsthilfe vermittelt wird.

    2.3 Implementierung der Teamführungskultur

    Die Ergebnisse des beschriebenen Strategie-Workshops und der TeamPuls®-Analyse werden in ein Training zum Thema „Führung im Team“ eingebracht. In diesem Projektschritt werden alle Führungskräfte darin unterstützt, ihre Führungsaufgaben in ihren jeweiligen Teams kompetent auszufüllen. Unsere Seminarbeschreibung ist als Anlage Bestandteil dieses Angebots.

    Erfahrungen haben gezeigt, dass Verhaltensänderungen immer dann besonders gut gelingen, wenn Erkenntnisse durch nachdrückliche Lernerlebnisse zustande gekommen sind. Daher wird das Training in einem Methodenmix durchgeführt, der sowohl gruppendynamische als auch individuelle Fragestellungen behandelt. Dabei übernehmen die Teilnehmer jeweils abwechselnd Führungs- und Ausführungsaufgaben und erleben daher den Führungsprozess aus mehreren Perspektiven. Nach jeder Übung findet eine strukturierte Reflexion des Erlebten statt, sodass systematisch Erkenntnisse für den Führungsalltag im UNTERNEHMEN X abgeleitet werden können.
    Dies wird in den geplanten Seminaren auch dadurch erreicht, dass einige praktische Aufgaben in der Umgebung des Seminarhotels durchgeführt werden. Diese Standortverlagerung verlangt von den Teilnehmern, sich von gewohnter gedanklicher Umgebung zu trennen, um die jeweiligen Zielsetzungen zu erreichen.

    Dauer: 2 – 3 Tage, je nach Klärungsbedarf
    Ort: externes Tagungshotel

    2.4 Teamentwicklungstrainings

    Nachdem der oben beschriebene Prozess für die neun Führungskräfte abgeschlossen ist, wird dieser Input auf die Ebene der dezentralen Fachteams übertragen und dort eine strategietreibende Teamarbeitskultur implementiert.
    Hier werden einerseits die unter 2.1 erarbeiteten Grundsätze und Instrumente vermittelt und trainiert sowie andererseits der teamindividuelle Entwicklungsbedarf bearbeitet.
    Dieser Unterstützungsbedarf wird wiederum durch die TeamPuls®-Diagnose ermittelt und mit dem Teamleiter vorab besprochen. Auf diese Art sind die verantwortlichen Führungskräfte eingebunden und ist zugleich sichergestellt, dass die Beraterunterstützung, wo immer möglich, Hilfe zur Selbsthilfe darstellt und so die Position des Teamleiters nachhaltig gestärkt wird.

    Nach der TeamPuls®-Diagnose werden die Führungskräfte zusammen mir ihren Teams ein Teamtraining, wie in der Anlage beschrieben, durchlaufen. Für die Methoden gilt gleichermaßen das unter Punkt 2.3 Ausgeführte.

    2.5 Evaluation

    Nach jeweils weiteren 6 Monaten finden erneut TeamPuls®-Analysen in allen Organisationseinheiten statt. Aus dem Ergebnis kann der Teamentwicklungsprozess verfolgt werden, neuer oder weiterer Handlungsbedarf identifiziert und entsprechende Lösungswege beschritten werden. DSP stellt die entsprechenden Fragebögen zur Verfügung und sorgt für eine zeitnahe Auswertung und Besprechung mit dem Team.


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