Career Coaching

Tipps und Tricks für Ihre Bewerbung

1. Bevor Sie sich bewerben

  • Ermitteln Sie Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse im Hinblick auf berufsrelevante Qualifikationen.
  • Definieren Sie Ihre Ziele.
  • Werden Sie sich über Ihre jetzige Situation und Ihre persönlichen Eigenschaften klar.


1.1. Persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten

Verschaffen Sie sich über folgende Punkte Klarheit:

  • Wie würden Sie sich beschreiben (z. B. Arbeitsstil, Interessen)?
  • Welches sind Ihre Stärken und Schwächen (im Hinblick auf Ihren Berufswunsch)? Wo können Sie Ihre Stärken und Interessen einsetzen? Wie können die Schwächen abgebaut werden?
  • Was sind Ihre Interessen, Ziele, Wertvorstellungen (beruflich und persönlich)?
  • Wie möchten Sie Ihre Ziele erreichen? Was sind Sie bereit dafür zu tun (z. B. Reisen, Wochenendpendeln, Fahrzeiten, Weiterbildung)?


1.2. Fachliche Qualifikationen

  • Prüfen Sie Ihre Fähigkeiten und Kenntnisse auf deren Bedeutung für Ihren Berufswunsch.
  • Weche Erfahrungen und Kenntnisse haben Sie während Ihrer Berufsausbildung, während des Studiums (Praktika, Auslandserfahrung) und in Ihrer beruflichen Tätigkeit gewonnen?
  • Überprüfen Sie auch folgende Punkte:
    • Fachliche Kenntnisse?
    • Sprachkenntnisse?
    • EDV-Kenntnisse?
    • Führungserfahrung?
    • Veröffentlichungen?
    • Mitgliedschaften?
    • Aus- und Weiterbildung? etc.


1.3. Bei welchen Unternehmen bewerbe ich mich?

  • Überlegen Sie, was Ihnen an Ihrem zukünftigen Arbeitgeber wichtig ist. Relevante Merkmale können dabei z. B. sein:
    • Unternehmensgröße
    • junges oder etabliertes Unternehmen
    • Image und Philosophie des Unternehmens
    • moderne Arbeitsformen
    • Aufstiegsmöglichkeiten
    • Arbeitszeiten
    • Standort etc.


2. Wo finde ich Stellenangebote und wie bewerbe ich mich?

2.1. Tageszeitungen/Samstagsausgaben

  • Lesen Sie regelmäßig eine regionale Tageszeitung, um sich über aktuelle Meldungen aus der Wirtschaft zu informieren.
  • Suchen Sie in (mehreren) geeigneten regionalen sowie überregionalen Tageszeitungen nach Stellenangeboten (z. B. FAZ, Süddeutsche Zeitung, Hamburger Abendblatt, Financial Times Deutschland, Handelsblatt, relevante Fachzeitschriften).
  • Fehlen in der Anzeige für Sie wichtige Informationen oder gibt es Unklarheiten über die ausgeschriebene Stelle, so fragen Sie telefonisch im Unternehmen nach.


2.2. Internet

  • Durchsuchen Sie die Homepages von Firmen nach angebotenen Positionen.
  • Die gewünschte Art (Post, E-Mail etc.) und Umfang der Bewerbung sind meist angegeben.
  • Abonnieren Sie Newsletter (z. B. von Jobpilot, Junge Karriere etc.), um sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt auf dem Laufenden zu halten. Auf diese Weise erhalten Sie z. B. auch Informationen über Recruiting-Messen und andere Events.


2.3. Jobbörsen im Internet

  • www.jobpilot.de
  • www.dv-job.de (nur für IT-Positionen)
  • www.jobscout24.de
  • www.stepstone.de
  • www.jobline.de
  • www.futurestep.de (für Führungskräfte)
  • www.monster.de
  • Suchmaschine für Jobbörsen: www.jobrobot.de


2.4. Vorgehensweise für das Benutzen von Jobbörsen

  • Falls noch nicht vorhanden, benötigen Sie eine E-mail-Adresse, die Sie bei diversen Anbietern (z. B. Web.de, Lycos.de, Manager.de) kostenlos einrichten können.


Stellenangebote suchen

  • Die Suche kann mittels Auswahlkriterien eingegrenzt werden (z. B. Region, Branche, etc.).
  • Auch hier sind meistens Vorgaben hinsichtlich Art und Umfang der Bewerbung zu finden.
  • Wenn Sie sich per Post bewerben, so schicken Sie Ihre kompletten Unterlagen.
  • Bei einer Bewerbung per Online-Bewerbungsformular müssen sie vorgegebene Rubriken ausfüllen. Das Anschreiben sollten Sie vorher formulieren und dann in das dafür vorgesehene Feld hineinkopieren.
  • Bei einer Bewerbung per E-mail sollten Sie Folgendes beachten:
    • Die Datei und eventuelle Anlagen sollten nicht zu groß sein. Komprimieren Sie notfalls die Anlagen (z. B. mit Winzip).
    • Verwenden Sie gängige Datei-Formate (z. B. Microsoft).
    • Ein kurzes Anschreiben und Ihr Lebenslauf sind für den Erstkontakt meist ausreichend.


Suchprofil in Jobbörsen eingeben

  • Mit einem Suchprofil können Sie die Stellenangebote nach bestimmten Kriterien eingrenzen. Sie erhalten dann (auf Wunsch) per E-Mail neu eintreffende Stellenangebote, die zu Ihrem jeweiligen Suchprofil passen (z. B. Jobpilot, nicht bei allen Jobbörsen möglich).
  • Vorgehensweise:
    • Eröffnen Sie einen Account bei einer Jobbörse.
    • Die persönlichen Daten, die Sie hier eingeben, werden nicht veröffentlicht.
    • Geben Sie ein Suchprofil ein; die Rubriken sind vorgegeben.


  • Notieren Sie sich Ihren Zugangscode und das Passwort!


Stellengesuch aufgeben

  • Hierfür ist ebenfalls ein Account bei einer Jobbörse notwendig. Wenn Sie schon einen Account für das Suchprofil haben, so können sie diesen natürlich auch für die Aufgabe Ihres Stellengesuches nutzen.
  • Das Gesuchsformular ist von der Jobbörse vorgegeben.
  • Halten Sie Ihren Lebenslauf und das vorbereitete Anschreiben bereit. Das Anschreiben sollte den Grund für die Bewerbung enthalten und kurz auf Fähigkeiten/Kenntnisse eingehen; keine „Selbstdarstellung“!
  • Tragen Sie die gesuchte Position als Betreffzeile/Überschrift ein (nicht: „Suche neue Herausforderung“, sondern: z. B. „Key Account Manager“).
  • Beschreiben Sie, wenn möglich, bisherige Tätigkeiten / interessante Projekte ausführlicher.
  • Bitte beachten Sie: Geben Sie keine persönlichen Daten in das Gesuchsformular ein! Nur so bleibt Ihre Anonymität gewährleistet. Persönliche Daten sind nur für die Anmeldung des Accounts erforderlich!
  • Aktualisieren Sie das Stellengesuch regelmäßig (Datum). Suchende Firmen beachten kaum Stellengesuche, die länger als 1–2 Wochen zurückliegen.


2.5. Initiativ-Bewerbung

  • Bewerbungen sind auch direkt bei Firmen oder bei Personalberatungen möglich.
  • Die Adressen erhalten Sie z. B. aus Telefonbüchern, dem „Deutschen Firmenalphabet“, „Personalberatungen in Deutschland“ oder dem Internet.
  • Nehmen Sie vor dem Verschicken Ihrer Unterlagen per Telefon oder E-mail Kontakt zur Firma auf. Dabei sollten Sie einen geeigneten Ansprechpartner für Ihre Bewerbung ausfindig machen bzw. klären, ob eine Bewerbung überhaupt sinnvoll ist.
  • Schreiben Sie jede Firma individuell an.
  • Wenn es sich um eine Personalberatung handelt, so bitten Sie darum, dass Ihre Daten (kostenlos) in die Bewerberdatenbank (sofern vorhanden) aufgenommen werden.


2.6. Kontakte

  • Fragen Sie Freunde und Bekannte; nutzen Sie deren Informationen über freie Stellen in Unternehmen etc.
  • Kontaktieren Sie Kollegen aus Firmen, in denen Sie früher tätig gewesen sind.
  • Frischen Sie eingeschlafene Kontakte z. B. zum vorherigen Arbeitgeber auf.


2.7. Sonstiges

  • Besuchen Sie Recruiting-Veranstaltungen; Schwerpunkte liegen hier bei Berufseinsteigern mit maximal 5 Jahren Berufserfahrung. Für einige dieser Messen müssen Sie sich bewerben (Bewerbungsfristen). Termine erfährt man u.a. über Newsletter oder Homepages der Firmen (z. B. www.dspartner.de).
  • Nutzen Sie die Stellenvermittlung des Arbeitsamtes (www.arbeitsamt.de: SIS) und dessen Weiterbildungsangebote.
  • Versuchen Sie, zunächst über Zeitarbeitsfirma einen Einstieg in eine Firma zu finden.


3. Die Bewerbungsunterlagen

3.1. Anschreiben

Das Anschreiben ist die Visitenkarte des Bewerbers! Es soll das Interesse der Personalfachleute wecken.

Inhalt

  • Datum, vollständige Postanschrift und Telefonnummer, E-Mail-Adresse
  • vollständige Anschrift der Firma, bei der Sie sich bewerben; Ansprechpartner direkt anschreiben (Herr/Frau xy)
  • Überschrift enthält Grund der Bewerbung („Ihre Anzeige vom …im…“)
  • korrekte Anrede: “Sehr geehrte Damen und Herren,...” bzw., wenn Ansprechpartner bekannt ist: “Sehr geehrte/r Herr/Frau xy“
  • bisherige Tätigkeiten, besondere Fähigkeiten und Kenntnisse, Qualifikationen und Interessen den Anforderungen des Unternehmens gegenüberstellen
  • Begründung für Bewerbung bei dieser Firma
  • Referenzen und eine vorsichtige Gehaltsvorstellung
  • frühester Eintrittstermin
  • mit Vor- und Nachnamen unterschreiben
  • Anlagen aufzählen (nach Kategorien)


3.2. Foto

  • Das Foto sollte von guter Qualität, aktuell und nicht zu groß sein. Ideal ist ein Farbfoto.
  • Verwenden Sie kein Automatenfoto oder private Aufnahmen.
  • Beschriften Sie das Bild umseitig mit Ihrem Namen.
  • Kleben Sie das Foto entweder auf Ihren Lebenslauf oder auf ein separates Blatt; keinesfalls auf das Anschreiben, da dies bei der Firma verbleibt.


3.3. Lebenslauf

  • Gliedern Sie den Lebenslauf tabellarisch, in chronologischer Reihenfolge (vollständig). Bei der deutschen Version wird Vergangenes zuerst, bei der internationalen wird Aktuelles zuerst erwähnt.
  • Gestalten Sie ihn übersichtlich; der Empfänger muss mit einem Blick das Wesentliche erfassen können.
  • Erwähnen Sie Weiterbildungen und besondere Qualifikationen.


3.4. Zeugnisse

  • Fügen Sie folgende Zeugnisse bei:
    • Schulzeugnis (letztes Zeugnis)
    • eventuell Praktikantenzeugnis (bis ca. 3 Jahre Berufserfahrung)
    • Arbeits- und Dienstzeugnisse
    • sonstige Nachweise (z.B. ausgewählte Teilnahmebestätigungen von Weiterbildungsmaßnahmen oder Lehrgängen)


  • Bitte beachten Sie:
    • niemals Originale verschicken
    • nur Kopien guter Qualität verschicken
    • Grundschulzeugnisse nicht erforderlich


3.5. Sonstige Anlagen

Eventuell können Sie Ihrer Bewerbung beifügen:

  • eine Stellenbeschreibung Ihrer jetzigen oder letzten Stelle
  • ein Organigramm, das Ihre jetzige Position innerhalb des Unternehmens darstellt
  • Referenzadressen: Geben Sie diese nur dann an, wenn derjenige tatsächlich auch angerufen werden soll, und informieren Sie den Referenzgeber darüber. Wenn Sie Ihren Wechsel nicht publik machen wollen, ist die Angabe von Referenzadressen problematisch, da potentielle Arbeitgeber auf diese Weise gezielt Informationen über Sie einholen können.


3.6. Auf was sollten Sie noch achten?

  • Fügen Sie Ihrer Bewerbung nur wirklich aussagefähige Unterlagen bei!
  • Ihre Bewerbungsunterlagen sollten sauber sein, ohne Flecken und Knicke.
  • Verwenden Sie eine ansprechende und gut leserliche Schriftart und -größe.
  • Bedrucken Sie das Papier nur einseitig.
  • Achten Sie auf ein gut lesbares Schriftbild bei Benutzung einer Schreibmaschine (Farbband) bzw. ein gutes Druckbild bei Computer (Patrone). Fertigen Sie das Anschreiben und den Lebenslauf nicht handschriftlich an.
  • Vermeiden Sie Rechtschreibfehler oder andere orthographische Mängel (gegenlesen lassen).
  • Adressieren Sie unbedingt an die in der Anzeige angegebene Adresse und den Ansprechpartner.


3.7. Unterlagen zusammenstellen und versenden

  • Alle Unterlagen bis auf das Anschreiben werden abgeheftet (Schnell- oder Klemmhefter).
  • Das Anschreiben wird lose in die Bewerbungsmappe gelegt.
  • Danach folgen
    • Blatt mit dem Bewerbungsfoto
    • Lebenslauf
    • Liste mit Veröffentlichungen, Patente, Tätigkeitsbeschreibungen
    • Zeugnisse; zeitliche Abfolge: neuestes nach oben, ältestes nach unten
    • sonstige Unterlagen


  • Benutzen Sie keine Klarsichthüllen.
  • Versenden Sie Ihre Unterlagen in einem ausreichend großen und stabilen Briefumschlag und achten Sie auf ausreichende Frankierung.
  • Einfache Schnellhefter sind ausreichend; umständlich zu öffnende und ausgefallene Mappen sind kein Plus.


4.Vorstellungsgespräch

4.1. Vorbereitung

  • Bestätigen Sie den Termin für das Vorstellungsgespräch schriftlich oder telefonisch.
  • Sammeln Sie Informationen über das Unternehmen (Größe, Rechtsform, Mitarbeiterzahl, Produkte, Hauptsitz, Niederlassungen, Firmenphilosophie etc.).
  • Klären Sie Ihre persönliche Situation (Reisebereitschaft, Umzugsbereitschaft etc.).
  • Überlegen Sie, wie Sie sich zum Thema Gehaltsvorstellungen äußern wollen (Informationen über branchenübliche Gehälter gibt es im Internet).
  • Suchen Sie die passende Kleidung aus; sie sollte
    • typgerecht,
    • passend für angestrebte Position,
    • eher klassisch (keine auffälligen Farben/Muster),
    • sauber und frisch gebügelt sein.


  • Verwenden Sie eine dezente Aktentasche/Handtasche und achten Sie auf sauberes und gepflegtes Schuhwerk. Vermeiden Sie auffälligen Schmuck und unangenehme Gerüche (Knoblauch, Rauch, Alkohol etc.).
  • Stellen Sie sich eine Mappe zusammen, die Folgendes enthält:
    • Kopie Ihres Bewerbungsschreibens,
    • evtl. Unterlagen, die Sie nachreichen wollen/sollen,
    • Papier für Notizen.


4.2. Das Gespräch

  • Meist nehmen mehrere Vertreter der Firma an dem Gespräch teil.
  • Fragen aus folgenden Bereichen sind möglich:
    • berufliche Entwicklung (bisherige Tätigkeiten, Aufgaben, typischer Arbeitstag, Berufserfolge, Verhältnis zu Kollegen, Vorgesetzten etc.)
    • Unternehmen und ausgeschriebene Position (Grund für Bewerbung, Stärken, Schwächen, Eignung für Position, Karrierevorstellungen etc.)
    • Aus- und Weiterbildung (Leistungskurse, Studien-/Berufswahl, Diplomarbeit, Fortbildung etc.)
    • persönliche Situation (Eltern, Geschwister, Familienstand, Meinung des Partners zur Bewerbung, Hobbies, Reisen etc.)


  • Tipps
    • Achten Sie auf Pünktlichkeit! Wenn Sie sich verspäten, informieren Sie Ihre Gesprächspartner rechtzeitig.
    • Hören Sie aufmerksam zu und machen Sie sich Notizen.
    • Halten Sie Blickkontakt, seien Sie freundlich und höflich.
    • Sprechen Sie niemals negativ über frühere Arbeitgeber.
    • Legen Sie Gehaltsverhandlungen ans Ende des Gespräches.


4.3. Nachbereitung

  • Lassen Sie das Gespräch Revue passieren, überdenken Sie Ihr Verhalten und das Ihrer Gesprächspartner.
  • Welchen Eindruck haben Sie von der Firma?
  • Fertigen Sie ein Gedächtnisprotokoll an. So können Sie sich auch an mehrere Gespräche besser erinnern.
  • Nutzen Sie bei mehreren interessanten Angeboten die beigefügte Entscheidungsmatrix.


5. Einstellungstests

Der Begriff “Test” wird für viele ganz unterschiedliche Verfahren verwendet. Er weckt spontan selten angenehme Empfindungen, vor allem dann nicht, wenn er als “psychologischer Test” auftritt. Nüchtern betrachtet sind psychologische Testverfahren Messinstrumente, die quantitative, vergleichbare Aussagen über die Ausprägung bestimmter Merkmale ermöglichen.

Testverfahren werden im Rahmen von Auswahlverfahren für Absolventen, aber auch für Berufstätige eingesetzt, damit eine Entscheidung begründbar und für andere nachvollziehbar wird, was natürlich auch zur Objektivierung des Auswahlprozesses beiträgt. Dementsprechend werden Tests in der beruflichen Eignungsdiagnostik angewendet, um neben anderen Verfahren wie Werdeganganalyse, Interview und Gruppendiskussion zusätzliche Informationen über die Ausprägung wichtiger Anforderungsmerkmale für eine bestimmte Position zu erhalten.

Gerade vor dem Hintergrund, dass immer mehr Unternehmen neben der fachlichen Qualifikation vor allem die persönliche Qualifikation beim Auswahlprozess in den Vordergrund stellen, ist es notwendig, wichtige Ausprägungen der Persönlichkeit durch spezifische Testverfahren zu erfassen. Es gibt beispielsweise Persönlichkeitstests, Berufs- und Leistungstests und Intelligenztests.

Auch “gute” Tests sind mit bestimmten Fehlerrisiken behaftet, also nicht absolut treffsicher. Als Teil einer Entscheidungsstrategie tragen sie aber nachweislich zu besseren Eignungsprognosen bei. Einstellungsentscheidungen, die auch auf Testergebnissen beruhen, erweisen sich bei späterer Überprüfung des Berufserfolgs häufiger als richtig.

Tipps & Tricks:

  • Versuchen Sie nicht, Testteile, die Sie ausprobiert haben, auswendig zu lernen; denn es ist äußerst unwahrscheinlich, dass ein Test genau so gestellt wird, wie Sie ihn gelernt haben.
  • Lassen Sie sich nicht von einer einzelnen Aufgabe aus dem Konzept bringen, sondern behalten Sie Ihr Zeitmanagement im Auge.
  • Wenn Sie ausgeschlafen und mit kühlem Kopf an die Sache herangehen, werden Sie die Fragestellungen meistern können.


Beispiele
Im Folgenden stellen wir Ihnen zwei typische Tests, wie Sie Ihnen in Auswahlverfahren begegnen können – Zahlenreihen und Analogien – vor, beide Tests erfassen verschiedene Teilbereiche der geistigen Leistungsfähigkeit.

Zahlenreihen
Mit Zahlenreihen wird die allgemeine intellektuelle Fähigkeit des numerisch-logischen Denkens überprüft. Dabei wird konkret das Erkennen von Regeln im Zahlenmaterial und der Umgang mit Zahlenmaterial getestet. Anhand dessen kann auf die Fähigkeit zum Prozessdenken, die Auffassungsgabe und den Umgang mit komplexen Problemstellungen geschlossen werden.

Jede der folgenden Zahlenreihen ist nach einer bestimmten Regel aufgebaut. Sie sollen immer die Zahl finden, die die Reihe richtig ergänzt.

Beispiel I
258111417?

Beispiel II
5109181734?

Bitte beachten Sie:
Suchen Sie immer erst die Regel, nach der die Reihe aufgebaut ist. Die Regel kann darin bestehen, dass addiert, subtrahiert, multipliziert oder dividiert werden muss. Die richtige Lösung ist immer eine ganze Zahl.

Lösungen:
Beispiel 1: Jede Zahl ist um 3 größer als die vorhergehende. Demnach ist 20 die richtige Lösung und muss anstelle des Fragezeichens stehen.
Beispiel 2: Die richtige Lösung ist 33 und muss anstelle des Fragezeichens stehen.

Analogien
Mit Analogien wird das sprachlogische Denken überprüft. Dabei wird konkret das Erkennen von Regeln in der Sprache getestet. Anhand dessen kann auf die Auffassungsgabe und den Umgang mit komplexen Zusammenhängen geschlossen werden.

Bei allen Aufgaben stehen die beiden Wörter vor dem Gleichheitszeichen in einer bestimmten Beziehung zueinander. Die gleiche Beziehung besteht zwischen dem Wort hinter dem Gleichheitszeichen und einem der fünf Lösungswörter.

Beispiel I
Schaf : Wolle = Vogel : ?
a) Flügel b) Nest c) Adler d) Federn e) Tier

Beispiel II
schwimmen : Wasser = fliegen : ?
a) Wolke b) Luft c) Flugzeug d) Ballon e) Höhe

Lösungen
Beispiel 1: d) Federn ist die richtige Lösung.
Beispiel 2: b) Luft ist die richtige Lösung

Wenn Sie einige Tests ausprobieren möchten, schauen Sie in die sehr gut aufbereitete Übersicht von Einstellungstests unter www.focus.de.

Die folgenden Tests können wir empfehlen, weil Sie häufig in Assessment Centern eingesetzt werden:

  • unter den Intelligenztests z.B. die Zahlenreihen, Figurreihen, Wissensfragen und Textaufgaben
  • im Rahmen der Konzentrations-/Leistungstests den Rechentest sowie die Buchstaben-/Zahlenkombinationen
  • die Persönlichkeitstests


Viel Spaß und Erfolg!


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